Hamburg-Harvestehude
Erweiterung eines Stadthauses
Bei dem Gebäude handelst es sich um eine 3-geschossigen denkmalgeschützten Reihenvilla aus dem Jahr 1887. In den Obergeschossen befindet sich die Wohnung der Eigentümer, der auch die Nebenräume im Souterrain des Hauses zugeordnet sind. Das Erdgeschoss wird freiberuflich genutzt.
Mithilfe der geplanten Baumaßnahme soll die Erschließung der beiden Nutzungseinheiten voneinander getrennt werden. Baulich erfolgt dies über die Ausbildung eines neuen Eingangspodestes und die Schaffung eines Einganges seitlich in den vorhandenen Erkerbauteil. Ergänzend zur separierten Erschließung von Miet- und Wohnfläche soll das Erdgeschoss um einen gartenseitigen Erkeranbau erweitert werden. Im gleichen Maß wird das darunterliegende Souterraingeschoss als Sockelbauteil erweitert. Die durch den Wintergartenanbau entstehende Dachfläche im 1.OG soll als Terrasse für die Wohnnutzung im 1.OG dienen. Oberhalb des Erkerbauteils wird im 2. Obergeschoss ein Balkon ergänzt.
Die straßenseitigen Baumaßnahmen knüpfen in Bezug auf ihre Gestaltung direkt an die bestehende Substanz an. Im Gegensatz dazu setzen sich die gartenseitigen Ergänzungen mit einer modernen Formensprache gestalterisch deutlich ablesbar vom Bestand ab. In ihrem Volumen orientieren sich die Bauteile dabei an dem historischen Vorbild dieses Gebäudetypus. Der Sockelbauteil ist als klar gliederte, Mauerwerkskonstruktion mit weiß verputzter Lochfassade ohne historische Schmuckelemente ausgebildet. Der großzügig verglaste Erkerbauteil wird durch eine schwarz- anthrazit gehaltene Blechattika eingefasst, die sich als Bandmotiv über die Freitreppe bis zum Garten entwickelt. Das Deckenbauteil ist als massive Stahlbetonkonstruktion konzipiert. Die Glasbrüstungen auf den Terrassen und dem neuen Balkon im 2.OG unterstreichen die moderne Architekturauffassung, die den gartenseitigen Erweiterungen zugrunde liegt.
Bauherr: privat
Leistungsphasen: 1-4